Der Kontakt zum Bienenfreund B. kam über meinen Mann und dem gemeinsamen Hobby Garten zustande. Ich war völlig begeistert als ich sah, dass Bienenbeuten in seinem Garten standen.

Es war ein tolles Gefühl die Biene so nah beobachten zu können. Ein reges Treiben und jede Biene schien ihre Aufgabe zu kennen. Er lies mich einen Blick in die Bienenbeute gewähren. War ziemlich viel los ein auf den Waben, ein Gesumme und Gebrumme.

B. ermutigte mich und bot mir die Chance mich um einen seiner Ableger zu kümmern. Mit gemischten Gefühlen sagte ich zu, habe ich doch Angst vor Bienenstichen und Respekt vor jedem Lebewesen.

So wurde die Beute in meinen Garten gestellt und ab jetzt sollte ich die Verantwortung für so viele Geschöpfe tragen. Drei Brutwaben, zwei Futterwaben leere Rähmchen und ein Trennschied, dazu gab es bei jedem Besuch viel praktisches Fachwissen mit. Was tanzen die Bienen auf dem Brett herum? Die Bienen flogen beim längeren hinsehen vor der Beute hin und her sie pendelten regelrecht vor der Beute. B. erklärte mir alles genau. Die Jungbienen prägen sich hier zu Hause ein.

Im Juli war es an der Zeit sich das Volk genauer anzusehen und zu schauen wie stark ist der Ableger und wie viele Waben sind belegt, wie viel Rähmchen sind mit Honig gefüllt. Ich hatte ein mulmiges Gefühl die Waben so herauszunehmen und anzuschauen.

Mit dem B. schien alles leicht von der Hand zu gehen. Das Volk war gut entwickelt und ein paar Honigrahmen konnten entnommen werden. Beim entdeckeln der ganzen Honigwaben, hatte ich Blasen an meinen Händen und schleudern ersetzt das Fitnessstudio. Jetzt weiß ich warum die meisten Imker bis in das hohe Alter so rüstig und stark sind.

Danach kam die erste Varroabehandlung auf mich zu, zehn Tage Ameisensäure verdampfen. Jede Biene die dabei gestorben ist, tat mir leid. Gleichwohl es sein muss, da sonst alle Bienen keine Chance hätten.

Langsam kam die Jahreszeit Winter heran die Bienen waren gut eingefüttert und hoffte das sie gut über den Winter kommen mögen. Freute ich mich doch schon sehr auf das neue Bienenjahr. Ein jähes Ende hatte mein mir anvertrauter zu pflegender Ableger. Ausgeraubt an einem der sehr milden Tage im Januar. Ein klitzekleines Häufchen Bienen war übrig, die schafften es nicht trotz Zugabe von Futtersirup. Der Einflug war vermutlich nicht klein genug drei cm waren doch zu viel.

Freud und Leid liegen nah beieinander, mit viel Empathie tröstete mich B. Als Neueinsteiger ich fühle mich sehr gut im Verein Pirna e.V. angenommen und auch ernstgenommen mit den großen und kleinen Sorgen eines Imkers in seinen anfängen. (Yvonne Hickmann)